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Der Unterschied zwischen Heu, Heulage und Silage

Raufutter für Pferde gibt es in verschiedenen Formen. Von kleinen Ballen aus trockenem Kräuterheu bis hin zu großen Paketen aus Silage oder Heulage mit Kunststoffballen. Worin bestehen eigentlich die Unterschiede im Nährwert dieser verschiedenen Arten von “verpacktem Gras”? Und: Was ist das Beste für dein Pferd?

Raufutter ist für Pferde lebenswichtig. Die Ballaststoffe in Raufutter sind die Hauptenergiequelle des Verdauungssystems. Im Dickdarm deines Pferdes setzen eine ganze Reihe von Mikroorganismen die Faser in flüchtige Fettsäuren um. Diese werden dann vom Darm aufgenommen und zur Energieversorgung, Wärmeerzeugung, als Baustoffe und Vitamine verwendet. Ballaststoffreiches Futter ist daher für die Gesundheit des Pferdes sehr wichtig.

Von Weidelgras zu Naturheu

Das meiste Raufutter, das wir in den Niederlanden an Pferde verfüttern, stammt von Grünland. Manchmal handelt es sich dabei um eintöniges “Kuhgras” wie das Englische Weidelgras, das auf dichten Produktionsweiden wächst. Manchmal ist es langstieliges, mageres Heu von kräuterreichen Naturrasen oder etwas dazwischen. Der Unterschied im Nährwert zwischen diesen beiden Extremen ist enorm. Das hat mit der Zusammensetzung der enthaltenen Pflanzen, der Menge an Zucker und Eiweiß, der Menge an Mineralien und Vitaminen sowie der Verpackungsmethode zu tun. Pferde fressen von Natur aus alle Arten von Kräutern und Pflanzen, so dass Raufutter aus nur ein oder zwei Gräsern nicht sehr gut passen würde.

Verpackungsmethode

Trockenes Heu wird je nach Wetterlage mehrere Tage lang getrocknet und gewendet. Wenn es wirklich trocken ist, wird das Heu mit Schnüren “gebündelt ” und an einem trockenen Ort gelagert. Dafür sind mehrere Sonnentage erforderlich, manchmal sogar bis zu einer Woche. Und es erfordert eine überdachte Lagerung des Heus. Die Silage wird nur kurz getrocknet und dann in Plastik eingewickelt. Feuchtsilage ist für Kühe geeignet, aber nicht für Pferde. Vorgetrocknete Silage, auch verpacktes Heu genannt, wird einige Tage lang getrocknet und gewendet und dann in Plastikballen verpackt. Das ist eine Art Zwischenform zwischen Heu und Silage.

Fermentierung

Alle in Plastikballen verpackten Futtermittel gären ein wenig (oder mehr). Aufgrund der sauerstoffarmen Bedingungen beginnen die Milchsäurebakterien, die von Natur aus im Gras vorhanden sind, mit der Fermentierung des Zuckers im Gras. Dazu muss das Gras noch etwas feucht sein, sonst funktioniert der Vorgang nicht gut. Dann entsteht Schimmel. Die Säuerung konserviert die Silage bzw. die vortrocknende Silage und macht sie länger haltbar. Ein bisschen wie Sauerkraut oder Joghurt. Echte Silage ist für Pferde viel zu nass und sauer und daher für die Fütterung ungeeignet. Der Säure- und Feuchtigkeitsgehalt von vorgetrockneter Silage ist sehr unterschiedlich. Es wird häufig gekauft, weil es sehr praktisch im Freien gelagert und in großen Ballen geliefert werden kann. Außerdem enthält Heu in Plastikverpackungen oft etwas weniger Staub als trockenes Heu.

Silage: lecker, aber nicht gut

Viele Pferde finden leicht fermentierte Silage sehr schmackhaft. Aber diese Art von Raufutter ist für ihr besonderes Verdauungssystem nicht so gut geeignet. Das liegt daran, dass der pH-Wert (Säuregehalt) von Heusilage niedriger ist als der von Heu und Gras. Dies führt zu einer Übersäuerung des Darms und einer Störung der Darmflora, die für die Verdauung von Ballaststoffen so wichtig ist. Darüber hinaus führt ein geringerer Säuregehalt dazu, dass dein Pferd mehr Mineralien wie Magnesium und Kalzium verbraucht. Die Mineralien neutralisieren die Säure. Dadurch kann dein Pferd einen Mineralienmangel bekommen und zum Beispiel anfangen, sie aus seinen Knochen oder Zähnen zu ziehen.

Nährwert von Heu und Heulage

Heulage enthält etwa 20 % mehr Wasser als trockenes Heu. Man muss also mehr Kilo davon füttern, um die gleiche Menge an Ballaststoffen zu erhalten. Trockenheu kann unbegrenzt gefüttert werden, da es hauptsächlich aus Fasern besteht. Das ist gut, denn du möchtest nicht, dass dein Pferd länger als ein paar Stunden kein Raufutter bekommt. Bei Heulage, die mehr Eiweiß enthält, ist die Gefahr einer Überfütterung und dicker Pferde größer. Trockenheu enthält in der Regel mehr Zucker pro Kilo als Heulage. Heulage enthält im Allgemeinen weniger Vitamine und Mineralstoffe als Heu.

Fazit: Besser Heu als Heulage/Silage für dein Pferd

Wenn du die Möglichkeit hast, Trockenheu zu füttern, ist das die bessere Wahl für dein Pferd. Dies liegt an der beständigeren Qualität des trockenen Heus (z. B. keine Gefahr von Pilzbefall), dem niedrigeren Eiweißwert und der besseren Verdaulichkeit. Vorgetrocknete Silage wird häufig von größeren Ställen verfüttert, da sie leichter zu lagern und billiger ist als trockenes Heu. Steht dein Pferd in einem großen Stall, in dem hauptsächlich Heulage gefüttert wird? Dann empfiehlt sich eine halbjährliche Kräuterkur, die die Verdauung unterstützt. Kräuter wie Weißdorn, gelber Enzian, Absinthbalsam und Katzenkralle schützen die Darmwand, unterstützen die Nierenfunktion und fördern die innere Reinigung.

Aufgepasst!

Ist dir auch aufgefallen, dass das diesjährige Heu wenig Eiweiß und in vielen Fällen viel Zucker enthält? Heu von niederländischem Boden sollte dieses Jahr wirklich getestet werden, um zu sehen, ob es für Pferde geeignet ist!


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